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Neue Sendungen auf Deutsch und
auf Russisch.
24.03.08 12.
Geburtstag Radio Ech. Glückwünsche nehmen wir während unserer
Sendezeiten entgegen. Geschenke per Post. Das Festival »Identitäten«
ist eine Möglichkeit, moderne Kunst und das gesellschaftliche
Engagement der MigrantInnen zusammenzubringen. Für die
kreative Suche und Spiel mit Identitäten bietet das Projekt
Chancen. Es könnte ein erstes »Fenster zum Haus der Kulturen« eröffnen. Migrantenkünstler diskutieren
über die kulturellen Identitäten und die Initiative
»Haus der Kulturen«. Eine Erfahrung die wir alle
machen, ist, dass wir uns auf der Reise befinden: mal cross und
mal entlang der kulturellen Grenzen. Wie wird diese Erfahrung
in Arbeiten der Künstler mit Migrationshintergrund
dokumentiert und verarbeitet? Und wie können die hybride
Kulturformen uns helfen ein Haus zu gestalten, das bewohnbar und gleichzeitig weltoffen ist? „Im Ausland daheim (Ausländer
schreiben über sich)“ (gemeinsam mit der Badischen Zeitung). „Begeisterung für das Fremde“. Russisch-afrikanisches Reggaefest. Ob es wohl zufällig ist, daß einer der größten russischen Dichter -- Puschkin --
afrikanische Wurzeln hat, wie der Reggae, oder daß Guerra Morales aus Cuba
einer der größten Reggae-Musiker in Russland ist ? Tatsache ist, wir, eine
Gruppe von Russen und Afrikanern, wollen zusammen unsere Begeisterung für das
andere feiern. Wir warten auf alle, die mit uns feiern wollen mit russischen
und afrikanischen Reggae, Spezialitäten und andere Überraschungen. Am 10.03.01 führte Ech auf den Vorschlag von Radio Severnaja Stolica (Nördliche
Hauptstadt) hin eine Radiobrücke mit St. Petersburg durch. Es
war sehr angenehm, den Petersburgerinnen zum internationalen Frauentag zu
gratulieren. Wir hoffen, Sveta und Vita, die die Übertragung vorbereitet
hatten, haben die Petersburger Kolleginnen/Kollegen nicht zu sehr schockiert
mit ihren Erzählungen über das alternative Leben in Freiburg, über türkische
Transvestiten und Auftritte für die Rechte der Frau und sexueller
Minderheiten in Deutschland. Der 8 März als Feiertag ist in Europa (v.a. West-) von
einer politischen Ausrichtung bestimmt; wir bemühen uns deshalb, in den Sendungen
für Freiburg gerade die lyrische Seite des Frauentages zu unterstreichen und
wie er in Russland gefeiert wird. Die weiche Moderation der Petersburger
Journalisten, ihre Glückwünsche und Erzählungen entpuppten sich als wunderbares Geschenk
für unsere Hörer.
Mit Unterstützung von Radio Ech wurde bei RDL die ukrainische Sendung wieder ins Leben gerufen. Wir haben der ukrainischen Redaktion eine Stunde unserer
Sendezeit zur Verfügung gestellt: jeden ersten Samstag im Monat von 13 - 14
Uhr. Wir freuen uns, daß die ukrainische Redaktion bei RDL
wieder auf dem Äther ist.
Katjuscha-Party in der KTS
Freiburg. Im Programm: der Film „Lustige Kerle“ mit dt.
Simultanübersetzung, die Gruppe East-West-Trio, Radioprogramm und Disco (DJ
Bogdan) Einzelheiten hier. Tragen alle Russen
Pelzmützen? Radio Ech zu Gast bei der Ausländerinitiative Freiburg.
Performance auf der Bühne vor der Diskussion. Ausländerinitiative Freiburg. Antifaschistischer Abend. Das Thema wurde leider aktuell, nachdem in Deutschland
einige Anschläge auf Synagogen verübt worden waren und in Düsseldorf 9 russische Juden
bei der Detonation einer Bombe verletzt wurden, die auf einem S-Bahnhof unweit der
Unterrichtsstätte für Deutschkurse, die
natürlich nur Ausländer besuchen, deponiert worden war. In dem Land,
dessen Geschichte untrennbar mit Auschwitz
und Buchenwald verbunden ist, sollte klar sein, daß Faschismus und Antisemitismus
nicht zu beschönigen sind. Gemeinsam mit Radio
Shalom Im Programm: Chapaev-Film m. dt. Übersetzung, die Band
„Unterwasser“ aus Berlin, Disco mit DJ Bogdan (Freiburg), Jurij (Berlin), Mascha
(Nantes). Es kamen etwa 200 Leute. Zur Dekoration des Saales verwendeten wir Netze, in denen wir alte Photos befestigten, z.B. mit Großvater Lenin im Kindergarten oder mit Kalaschnikow am Denkmal der heldenhaften Matrosen, außerdem Postkarten und Stockfische aus dem russischen Laden. (Die Jungs von „Unterwasser“ sind irgendwie auch U-Bootmatrosen.) Die Badische
Zeitung bezeichnete uns in ihrem Artikel „Weg aus der russischen
Nische“ als „neue Erscheinung der (Sub-)Kulturszene“ und nannte
„das Volkslied Katjuscha“ wie einen Hering unterm Pelzmantel (will heißen als „Dorsch
im Schafspelz“) „russischen Rock, Funk, Soul“. Dazu kamen Fragen und Antworten bzgl. der
Photographien und Postkarten. Mir beispielsweise kam zu, ein sich in einer Pfütze wohlig
suhlendes Schwein mit der Bildunterschrift „Willkommen daheim!“
zu kommentieren. Man erinnert sich: DJ Mascha, kahl geschoren und im
weißen Kleid, ließ keine Sekunde das Strickzeug aus den Händen, selbst hinterm Mischpult. Die Gipsskulptur
eines Kamels, gekleidet in einen Jogginganzug, eine Lederjacke und eine
Baseballmütze von „philips“. Man wollte ihm ein Mobiltelephon
geben, aber Hände waren eben keine vorhanden. Das Publikum war in erster
Linie deutschsprachig; man erwartete von uns wohl eher russischen drum &
bass als „Katjuscha“, aber es gab beides. Dankbares Publikum in
der KTS. Übrigens war das Bestehen
dieses Kulturzentrums ein Jahr strittig: Die Stadtverwaltung wollte es schließen.
Die Losung „Ich habe hier diese Manie, mich dünkt’s, ich bin in
Germany“ ist also nicht nur für Ausländer gültig. Die intensive
Katjuscha-Therapie aber verlief, wie es besser nicht hätte sein können. Radio Ech in der Berliner Szene. Im Café Burger bei Bert Papenfuß und
Vladimir Kaminer haben wir unser Projekt „Radiosendung auf der Bühne“ (oder „Szenen vom Äther“)
vorgestellt: Texte und Fragmente aus Sendungen von Radio Ech,
die Filme Julia Landaus von der Katjuscha-Party und Bogdans „Illustrierte Geschichte des Radios Dreyeckland“. Durch den Abend
führte Vita, Bogdan war für die Tonspur zuständig und Jura kümmerte sich um
die Disco. Olga war als 100%iger dt. Punk angezogen (mit roten Haaren, einem
Ledermantel, einer Kette...) und tanzte Walzer mit dem Autor dieses Artikels, der ein
besticktes Hemd (Design by Alla) und einen schwarzen Hut trug. Es wurde
anschaulich gezeigt, daß „die chinesische Mauer zu den Objekten gehört, die auch mit technischen Hilfsmitteln vom
Mond aus nicht zu sehen sind“
und daß „Gerade indem er
verrückt wird, integriert sich ein Ausländer in die europäische Kultur“.
Alle erwarben sich den Ruhm in kleinem Kreise weit
Bekannter. Denken Sie nicht, unser Prinzip des Werbeverbots wäre aus
irgendwelchen Gründen ins Wanken geraten, sondern merken Sie sich einfach auf jeden
Fall: Berlin-Mitte, Torstrasse 60,
Café Burger, Programm „Russische Zelle“. Es soll Euer
Schade nicht sein...
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